Anlässlich des Internationalen Tages der Eliminierung von Gewalt gegen Frauen trat die Vizepräsidentin und Außenministerin der Republik Panama, Isabel de Saint Malo de Alvarado der Kampagne GQUAL bei, einer globalen Bewegung welche die Gleichheit der Geschlechter in internationalen Gerichten und Beobachtungseinrichtungen vorantreibt.

Zusammen mit der Außenministerin unterschrieben auch die Vizeministerin für Mulitlaterale Angelegenheiten und Kooperation, María Luisa Navarro, und der Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten, Luis Miguel Hincapié, die Deklaration von GQUAL, welche die grundsätzlichen Strategien und Ziele der Kampagne festhält, um die Gleichheit der Geschlechter in der internationalen Repräsentation zu erreichen.

Laut einer im Rahmen der Kampagne durchgeführten Studie, sind Frauen in fast allen internationalen und regionalen Gerichten, in Organisationen der Beobachtung und Tätigung von für die Gesellschaft wichtigen Entscheidungen, inklusive Menschenrechtsfragen, und bei der Kontrolle von Waffen und Erwägungen von Sicherheit und Frieden unterrepräsentiert. Im September 2015 waren nur 17% der Positionen in internationalen Gerichten von Frauen besetzt, in regionalen Gerichten der Menschenrechte waren es nur 25%. Von 52 Sonderverfahren der UN, die auch Sonderberichterstatter und Arbeitsgruppen umfassen, waren 19 noch nie von einer Frau besetzt.

“Es ist inakzeptabel, dass im Jahr 2015 Frauen weiterhin im öffentlichen und privaten Sektor und international unterrepräsentiert sind, daher verpflichtet sich der panamaische Staat den Fokus weiterhin auf die Gleichheit der Geschlechter zu legen, um Arbeitslücken zu schließen, soziale Hindernisse und Barrieren jeglicher Art aus dem Weg zu räumen, und so zu garantieren dass alle Frauen an der Entwicklung unseres Landes teilhaben”, signalisierte de Saint Malo de Alvarado. Sie fügte hinzu, dass Panama in diesem Sinne die Ziele der GQUAL-Kampagne teilt. Auf diesem Weg 50% der Bevölkerung einzubinden sei essenziell um die zukünftigen Herausforderungen der Entwicklung zu bewältigen.

Die Unterschriften der Vizepräsidentin, der Vizeministerin und des Vizeministers reihen sich ein in eine Liste von mehr als 700 Personen aus 78 Ländern der Erde, die die Ziele der Kampagne unterstützen, unter Ihnen Repräsentanten anderer Staaten, ehemalige und derzeitige Mitglieder internationaler Institutionen und Gerichte, herausragender Akademien, Aktivisten, Anwälte, Richter, Verteidiger der Menschenrechte. In den kommenden Tagen werden sich voraussichtlich weitere Ministerinnen und Minister der Regierung von Panama dieser Kampagne anschließen.

“Wir gratulieren Panama zu diesem Schritt, der auf internationaler Ebene zu Gleichheit und der höchsten Representativität führt. Die Regierungen haben eine fundamentale Rolle bei der Promotion der Gleichheit der Geschlechter in den Gerichten und internationalen Organisationen der Beobachtung inne, denn sie können durch Prozesse der Nominierung und Wahl die finale Gestaltung der Organisationen beeinflussen”, sagte Viviana Krsticevic, Direktorin des Zentrums für Justiz und Internationales Recht (CEJIL) und Stimme der Kampagne GQUAL, und sie fügte hinzu: “Die Unterstützung der Vizepräsidentin und Repräsentanten des Staates von Panama, ist ohne Zweifel ein Meilenstein für die Kampagne. Diese Verpflichtung repräsentiert einen Impuls: Panama entwickelt neben anderen Ländern eine Politik der Gleichheit der Geschlechter bei der Auswahl für genannte internationale Organisationen”.

GQUAL ist gemeinschaftliches globales Projekt zum Rückgang der Ungleichheit. Die Kampagne wurde am 15. September 2015 im Sitz der Vereinten Nationen in New York mit der Unterstützung der Regierungen von Argentinien, Costa Roca, Norwegen, Schweden und Panama gegründet. Staaten sollen sich der Kampagne verpflichten und bei internationalen Wahlen die Gleichheit der Geschlechter berücksichtigen, sowie die Entwicklung von Mechanismen, Richtlinien und Standards auf Seiten der Staaten, der internationalen Organisationen und der Gerichte und Organismen der Beobachtung vorantreiben. Sie gestalten Prozesse der Wahl mit, und können die Gleichheit der Geschlechter in der internationalen Repräsentation garantieren.

GQUAL ist eine weltweite Kampagne die die Gleichheit der Geschlechter in internationalen Gerichten und Organismen der Beobachtung zum Ziel hat.

GQUAL wird durch CEJIL organisiert und von Strategischen Beratern geleitet, Expertinnen und Experten des Internationalen Rechts, der Menschenrechte und Internationaler Beziehungen. GQUAL wird von verschiedenen Organisationen unterstützt, wie PLURICOURTS, Media Legal Defense Initiative, CLADEM, Asian Forum for Human Rights and Development, International Development Law Organization, Academy on Human Rights and Humanitarian Law, Swedish Foundation for Human Rights, Donor Direct Action, Women´s Link Worldwide, Grupo de Información en Reproducción Elegida (GIRE), Grupo Asesor de ONU Mujeres para America Latina y el Caribe & International Womens’ Rights Action Watch Asia Pacific.

Der Pressekontakt der Kampagne GQUAL lautet: Alex McAnarney, amcanarney@cejil.org (+1 305 335 5665 – +1 202 319 3000)
Der Pressekontakt des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten lautet: Johanna Camargo, jcamargo@mire.gob.pa